Europas höchstgelegene Kunst- und Konzerthalle

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Europas höchstgelegene Kunst- und Konzerthalle

Wärmestrahlung und ökologische Wandoberflächen aus Ton

Fast 1.800 Meter über dem Meeresspiegel und direkt unterhalb des Arlbergpasses liegt der renommierte Fremdenverkehrsort St. Christoph. Im Zentrum der Gemeinde steht das traditionsreiche Hospiz-Hotel, dessen Ursprünge bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen. Zunächst war es eine Schutzhütte und Herberge für Reisende, die den Arlberg passieren mussten. Im 20. Jahrhundert wurde es aufgrund der steigenden touristischen Nachfrage zum Hotel ausgebaut. Im 21. Jahrhundert umfasst das 5-Sterne Hotel weitere Gästehäuser mit luxuriösen Suiten und eine unterirdische Kunsthalle mit Kammermusiksaal. Sowohl die Kunsthalle als auch der Konzertsaal sind die höchstgelegenen in Europa. Die außergewöhnliche Anforderung im Berg liegt in der Klimatisierung der Räume. Dieses Problem wurde hier auf biologisch-physikalische Weise durch Flächentemperierung und Tonputz gelöst.

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Wenn die Temperaturregulierung über Wärmestrahlungsaustausch erfolgen kann, fühlt man sich am wohlsten. Mit Tonputz und Tonspachtel wird dieser Effekt wegen der besseren Wärmeleitfähigkeit und insbesondere wegen der Eigenschaft der Luftfeuchteregulierung noch massiv verbessert. Durch die natürliche Eigenschaft der Schadstoffbindung kann Ton außerdem einen bemerkenswerten Beitrag zur Entgiftung der Raumluft leisten. Zudem reduziert antistatische Oberfläche den Feinstaubgehalt der Raumluft deutlich. Der Innenputz erhält also über die ästhetische Gestaltung hinaus eine Reihe von Zusatzfunktionen, die von herkömmlichen Wandmaterialien kaum oder gar nicht geleistet werden.

Diese bautechnischen Vorteile waren für den Tiroler Architekten Jürgen Kitzmüller und den Hotelier Florian Werner, neben den ökologischen, entscheidend. Daher wurden die komplette Kunsthalle und der Konzertsaal mit Emoton Tonputz ausgestattet. Gerade bei unterirdisch angelegten Räumen ist die Feuchteregulierung elementar wichtig. Exponate und Musikinstrumente sind vor starker Feuchte zu schützen und dies bei ganzjährig kalten Felswänden ohne Sorptionsfähigkeit. Hohe Besucherzahlen bringen naturgemäß eine hohe Luftfeuchte mit sich, die kurzfristig vom Ton in den Wänden gepuffert werden kann. Weitere Informationen gibt es auf www.emoton.at.

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2018-04-17T11:22:21+00:00